Cloud – So funktioniert die Datenwolke

Die Worte Cloud oder Datenwolke sind mittlerweile zum Alltagsjargon der digitalen Welt geworden. Während die einen wissen, was das ist, und selbige bereits kräftig nutzen, zucken trotzdem die meisten noch mit den Schultern. Dabei ist die Cloud schon viel älter als der Hype um sie. Ein kleines Erklärstück.

Altbekanntes Prinzip

Cloud-Computing

Wer seine Arbeit überwiegend im Büro und an einem Rechner verrichtet, kennt das: Die meisten Dateien, Dokumente und Ordner werden nicht lokal auf der eigenen Festplatte gespeichert, sondern zentral auf dem Firmenserver. So können auch andere Mitarbeiter auf die gleichen Daten zugreifen. Und damit wäre schon das Prinzip des Cloud-Computings erklärt. Fast.

Wenn wir heute von der Cloud sprechen, dann dient das Internet als Ort des Daten-Outsourcings. Und damit durchbrechen wir die Grenzen des lokalen Firmennetzwerks und multiplizieren durch die Zahl der potentiellen Mitnutzer und die globale Reichweite die Möglichkeiten der Wolken-Nutzung.

Virtueller Speicher und Grit-Computing

Zu den populärsten Nutzungsformen der Datenwolke zählen Online-Speicherdienste, auf denen Daten von der eigenen Festplatte geladen werden. Anschließend lässt sich von jedem Rechner weltweit darauf zugreifen. Die Daten können dabei auch anderen Usern zur Verfügung gestellt werden. Auch Streaming-Dienste, die Musik aus der Cloud bereitstellen, erfreuen sich zunehmender Beliebtheit.

Doch es geht nicht nur um das Teilen von Dateien und Programmen: Im Kontext des Cloud OS denkt man an, immer mehr auf Hardware zu verzichten und durch Auslagerung des Betriebssystems das Netzwerk zum Computer zu machen. Und selbst die Leistung der bestehenden Hardware kann geteilt werden: Beim Grit-Computing werden freie Ressourcen des eigenen Rechners im Netz zur Verfügung gestellt.

Cloud-Skeptiker Steve Wozniak

Berechtigte Bedenken

Eine gängige Reaktion auf die Idee der Cloud lautet: Was passiert mit meinen Daten, wenn ich sie auslagere und zum Teil öffentlich mache/machen muss? Und damit ist die Tür zur Debatte um Kontrolle und rechtliche Lage des Wolkengebildes aufgestoßen.

Selbst der visionäre Steve Wozniak mahnte erst kürzlich vor den Gefahren der Cloud: Schwindende Nutzungsrechte führten dazu, dass man selbst kaum mehr Daten besitze.

Und durchaus sollte vor dem Sprung in die Cloud genau geprüft werden, welche Rechte man einbüßt, wenn man einen der vielen Dienste nutzen möchte.

 

Artikelbild Wozniak: The DEMO Conference

(flickr.com / Lizenzbedingungen)

Ähnliche Beiträge