Neue Wege zum Ziel: Wie GoEuro als Online-Reiseportal durchstartet

GoEuro

Eine Reise selbst zu planen ist heutzutage einfach wie nie. Wer ein wenig Zeit und Mühe aufbringt, kann sich den Gang zum klassischen Reisebüro meist sparen. Aber: Die Suche nach günstigen Unterkünften oder An- und Abreisemöglichkeiten kostet des Öfteren Nerven. Zwar existieren jede Menge Vergleichsportale – die sind aber meist auf eine Art des Reisens beschränkt, vergleichen also etwa nur verschiedene Fluggesellschaften. Das Berliner Startup GoEuro verspricht hier Abhilfe.

 

Alles auf einen Blick

Vor einigen Jahren kam Naren Shaam aus Indien als Rucksacktourist nach Berlin. Er mochte die Stadt, er mochte Europa, etwas allerdings störte ihn: Die beste Route von einer Stadt in die andere war häufig nicht eben leicht zu finden. So kam ihm die Idee für sein Startup. Heute beschäftigt der junge Mann 250 Mitarbeiter in seinem Hauptquartier am Berliner Senefelderplatz.

GoEuro macht eigentlich dasselbe wie andere Vergleichsportale auch – nur dass eben so ziemlich alle möglichen Verbindungen zwischen zwei Städten miteinander verglichen werden. Das als App und klassische Website verfügbare Portal fordert den Benutzer zunächst auf, seinen Start- und Zielort einzugeben. Anhand dieser Information bietet GoEuro verschiedene Möglichkeiten, die Strecke zu bewältigen. Ein weiterer Vorteil: Während herkömmliche Anbieter für eine Flugreise nur Preise und Reisedauer bereitstellen, zeigt GoEuro zusätzlich an, mit welchen Verkehrsmitteln der Flieger am besten zu erreichen ist und wie viel Zeit man hierfür einplanen muss.

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Alles auf einen Blick – von Hannover nach München

 

GoEuro – Ambitionierte Pläne für die Zukunft

Mittlerweile nutzen etwa 20 Millionen Menschen monatlich die Dienste des Startups – eine ziemlich beeindruckende Zahl, wenn man bedenkt, dass es das Unternehmen nicht einmal fünf Jahre lang gibt. Das Potential der Idee erkannten auch große Investoren wie Goldman Sachs, insgesamt steckten Geldgeber fast 150 Millionen Euro in GoEuro.

In Zukunft will Gründer Shaam das bereits bewährte „Alles in einer App“-Konzept weiter ausbauen. Schon jetzt können zahlreiche Zugtickets direkt über GoEuro gekauft werden. Nun sollen auch Bus und Flugzeuge hinzukommen, um den Kunden ihre Reiseplanungen noch einfacher zu machen. Das Startup könnte auf diese Weise zur Hauptanlaufstelle für digitale Ticketverkäufe werden. Statt überall seine Daten zu hinterlegen, könnte Nutzern in Zukunft ein einziger Account genügen.