Die Bücher-Flatrate: eBook-Abos im Vergleich

eBook-Abos

Wer einen eBook-Reader besitzt, kommt nicht nur in den Genuss von kostenfreien digitalen Büchern, er kann auch ein Abo abschließen und für einen Fixpreis schier unbegrenzt lesen. Verschiedene Anbieter konkurrieren mittlerweile um die Leserherzen – wir haben einen Blick auf verschiedene Möglichkeiten geworfen, sich eine eBook-Flatrate zuzulegen. Hier sind unsere eBook-Abos im Vergleich:

 

Mal wieder Amazon

Größter Anbieter im Segment ist – wie so oft – der Online-Riese Amazon. Unter dem Label Kindle Unlimited vermarktet der US-amerikanische Konzern sein Abo-Konzept. Das Prinzip ist denkbar simpel: Der Kunde zahlt einen festen Preis im Monat und erhält dafür Zugriff auf verschiedene eBooks. Das Angebot hat es in sich; für aktuell 9,99 EUR im Monat darf der Bücherfreund aus ungefähr 1,7 Millionen eBooks wählen! Allerdings befinden sich bislang „nur“ etwa 100.000 deutschsprachige Titel im Programm – die entstammen allerdings so ziemlich jedem denkbaren Genre. Dazu kommt eine stetig wachsende Anzahl an Hörbüchern.

Wer bereits Amazon Prime-Kunde ist, bekommt für seine Jahresgebühr eine Art Mini-Flatrate als Dreingabe: Amazon Prime Reading ermöglicht ebenfalls den Zugriff auf zahlreiche eBooks. Die Auswahl ist allerdings deutlich geringer und auch die Qualität der angebotenen Bücher schwankt doch recht stark. Ebenfalls typisch Amazon: Ausgelegt sind beide Abos auf die hauseigene Kindle-Reihe. Das heißt, wer einen Tolino besitzt, kann beide Flatrates nicht nutzen.

 

Onleihe

Der dienstälteste Abo-Anbieter für eBooks ist die Onleihe, gewissermaßen das digitale Ausleihportal der öffentlichen Bibliotheken. Das Leihen funktioniert im Prinzip genauso wie bei gedruckten Büchern. Grundvoraussetzung ist zunächst einmal eine Mitgliedschaft – nicht direkt bei der Onleihe, sondern bei der heimischen Stadtbibliothek. Die Preise variieren entsprechend: zwischen zehn und 35 EUR im Jahr kann der Leser veranschlagen. Ebenfalls von Bibliothek zu Bibliothek verschieden ist die Auswahl der angebotenen eBooks – hier empfiehlt sich vor Abschluss der Mitgliedschaft ein Besuch auf der Website der jeweiligen Institution. Bücher einiger Verlage sind darüber hinaus gar nicht zu bekommen, so befinden sich die öffentlichen Bibliotheken etwa seit längerer Zeit im Streit mit dem Rowohlt-Verlag.

Jedes ausgeliehene eBook bleibt für 14 Tage auf dem Gerät des Kunden gespeichert, danach löscht sich die Datei automatisch. Die digitalen Bücher kommen im EPUB-Format daher, sie sind demnach mit allen gängigen eBook-Readern, Smartphones und Tablets kompatibel – außer mit Amazons Kindle-Reihe.

 

Readfy

Ein gewisses Alleinstallungsmerkmal kann Readfy für sich in Anspruch nehmen: Der Anbieter ist derzeit der einzige mit einer kostenfreien, werbefinanzierten Flatrate. Was erst einmal gut klingt, stellt sich in der Praxis als durchaus problematisch heraus. Zunächst muss der Leser ständig online sein. Denn: Die Werbebanner werden stets aktuell gehalten, was letzten Endes heißt, dass sie andauernd aus dem Netz gezogen werden. Das hat zur Folge, dass Readfy im Normalfall nur zuhause im WLAN genutzt werden kann. Viele Tablets werden schließlich ohne mobile Daten betrieben und selbst wenn per Smartphone der Zugang von unterwegs möglich ist, zehren die ständigen Werbedownloads doch ziemlich am Datenvolumen. Darüber hinaus wird Readfy momentan nur für Android- und iOS-Geräte angeboten, auf eBook-Readern ist der Dienst nicht verfügbar.

eBook-Abos

Readfy ist bisher nur als App erhältlich. Nach der Registrierung kann es losgehen … Quelle: Screenshot

 

Für welches der eBook-Abos sich der Leser nun entscheidet, muss jeder individuell für sich entscheiden. Fest steht allerdings: Amazon liegt klar vorn, was das Angebot angeht. Der Gigant aus den USA bietet ca. 100.000 deutschsprachige eBooks an, die Onleihe liegt dagegen bei etwa 20.000 und Readfy bei 60.000. Dafür schreibt man dem Kunden dort vor, dass er einen Kindle anschaffen oder zumindest die entsprechende App herunterladen muss.