Schlicht, funktional, kreativ: Was der Apple Pencil alles kann

Apple Pencil

© funkyfrogstock/Fotolia

Als Apple 2015 den Pencil auf den Markt brachte, wurden hohe Ziele gesteckt: Das iPad sollte zum mobilen Büro werden, der hauseigene Smartpen das Gefühl von einem richtigen Stift in der Hand vermitteln. Was an und für sich ziemlich gut funktioniert hat, brachte allerdings von vornherein ein großes Manko mit. Denn: Der Apple Pencil funktionierte nur mit dem iPad Pro – und das war vielen Nutzern schlicht zu teuer. Mit der neuen, der sechsen Generation des iPads legt Apple nun nach und bietet den Stift auch für die Standardversion des Tablets an.

 

Erste Schritte mit dem Pencil

Der Apple Pencil ist also nicht mehr allein mit dem iPad Pro kompatibel. So weit, so gut, aber wie genau funktioniert der Stift nun eigentlich? Zunächst muss eine Verbindung zum Tablet hergestellt werden. Das ist denkbar simpel: Am hinteren Ende des Pencils lässt sich eine Kappe abziehen, darunter kommt ein Anschluss für die Lightning Buchse des iPads zum Vorschein. Um Tablet und Pencil zu koppeln, muss der Stift also einfach kurz in die Buchse gesteckt werden. Bereits nach ein paar Sekunden bekommt der Nutzer die Meldung, dass die Verbindung hergestellt ist. Der Stift kann jetzt herausgezogen und benutzt werden. Wichtig: Nach der erstmaligen Kopplung funktioniert die Verbindung via Bluetooth, die entsprechende Funktion des iPads muss also ständig aktiviert sein.

Der Pencil kann ebenfalls direkt über das Tablet aufgeladen werden. Auch hierfür wird der Kontakt über die Lightning Buchse hergestellt. Und das belastet nicht einmal spürbar den Akku: Bereits nach etwa 25 Minuten ist der Pencil komplett geladen, das iPad hat in unserem Test gerade einmal vier Prozent Akku verloren. Ist der Stift aufgeladen, hält er auch bei intensiver Benutzung mehrere Tage durch.

 

Der Apple Pencil – schlichtes Design, viele Funktionen

Unter der schlichten, apple-typischen Oberfläche des Pencils schlummert eine ganze Menge. Ganz grundsätzlich ermöglicht der Stift die Eingabe auf dem Tabletbildschirm via Pen. Anstatt also die Finger zu bemühen, kann der Nutzer auch den Apple Pencil einsetzen – allerdings käme das hauseigene iOS auch gut ohne solch eine Hilfe aus. Macht nichts, die Vorteile des Geräts liegen ohnehin woanders.

Wirklich spannend wird es nämlich erst, wenn man den Pencil mit den passenden Apps kombiniert. Diesbezüglich bietet Apple mittlerweile eine Auswahl, die sich sehen lassen kann. So ist der Nutzer zum Beispiel in der Lage, in der Notizen App seine Gedanken mit dem Pencil auf den Bildschirm zu bringen. Wer mag, hinterlegt wichtige Punkte gleich noch farbig – denn mit wenigen Handgriffen wird der Stift zum Textmarker. Mit verschiedenen anderen Apps lassen sich übrigens auch Texte im PDF-Format farbig markieren. Unser Tipp dafür: Notes Plus.

Wer seine Tageszeitung in Form eines unserer E-Paper bezieht, kann sich außerdem über Rätselspaß freuen: So können etwa die Sudokus in der Zeitung ausgeschnitten und in die Notizen App importiert werden. Dort erleichtert der Apple Pencil dann das Ausfüllen.

Apple Pencil

Rätselspaß mit dem Apple Pencil. © MADSACK Media Store

 

Spaß für Kreative

Wer seine Notizen gerne etwas kreativer gestaltet, dem sei Notability ans Herz gelegt. Neben einfachen Schreibarbeiten ermöglicht es die App dem Nutzer, Grafiken mit dem Pencil zu bearbeiten, übereinander zu legen und zuzuschneiden. Verschiedene Farben und Stifte setzen der Kreativität dabei kaum Grenzen. Es können sogar Audioformate in die Dateien integriert werden. Die App bietet also mehr als bloße Notizen. So können beispielsweise nette Einladungen zum Geburtstag mit der Anwendung gebastelt werden. Allerdings lassen sich die Entwickler ihr Produkt auch verhältnismäßig gut bezahlen: Notability ist mit 10,99 EUR relativ teuer.

Apple Pencil

Notability: Der Pencil im Kreativeinsatz. © MADSACK Media Store

 

Procreate und Photoshop Sketch  – Kunst mit dem Apple Pencil

Kreative Köpfe mit weitergehenden künstlerischen Ambitionen sollten vielleicht einmal einen Blick auf Procreate werfen. Die App bietet für ebenfalls knapp 11 Euro eine breite Palette an Werkzeugen vom Bleistift bis zur Tusche, um mit dem Apple Pencil eigene Bilder auf dem Tablet zu malen. Im Kreativbereich darf natürlich auch Adobe nicht fehlen: Mit Photoshop Sketch liefert die Digitalgröße eine kostenfreie App, die das Erstellen professioneller Zeichnung ermöglicht – das nötige Talent natürlich vorausgesetzt. Zu guter Letzt sei noch auf unseren persönlichen Favoriten hingewiesen: Mit ArtStudio lassen sich wunderbar Bilder bearbeiten und ganz eigene Kunstwerke erstellen. Wie das geht, zeigen wir Ihnen hier!