Mit Alexa zum Smart Home: Ein Blick auf den Fire TV Stick und die Echo-Familie

Mit Alexa zum Smart Home

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Ob Suits, Mad Men oder Outlander – immer und überall werden Serien und Filme gestreamt. Anbieter wie Netflix oder Amazon Instant Video sind groß im Kommen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Anders als beim herkömmlichen Fernsehen, fehlen nervige Werbeunterbrechungen und der Zuschauer ist nicht an feste Sendezeiten gebunden. Unterhaltung via Internet hat also durchaus eine ganze Menge für sich. Und es müssen ja nicht unbedingt Filme sein; so lässt sich Musik genauso leicht online genießen. Den Mediengenuss von morgen machen verschiedene Anbieter möglich. Amazon etwa punktet dabei mit dem Fire TV Stick.

Wenn wir nun bereits dabei sind, unser abendliches TV-Erlebnis und unsere Lieblingsmusik online zu hören, ist der Weg nicht weit, auch andere Dinge ins Internet zu verlegen. Auch das ermöglicht Amazon: Mit den Geräten der Echo-Familie hören wir Musik, managen unsere Einkäufe, tätigen Anrufe, schreiben Nachrichten und dämmen das Licht.

Das verbindende Element von Streaming, Nachrichten- und Lichttechnik hört auf den Namen Alexa und freut sich darauf, unsere Anweisungen auszuführen. Denn: Wir können mit den Amazon-Geräten sprechen. So bitten wir Alexa etwa, nach der neuesten Staffel Suits zu suchen, weil wir nach der royalen Hochzeit nun gern mehr von Meghan Markle sehen möchten. Unser neuer Haushaltshelfer führt den Befehl aus und antwortet uns mit freundlicher Stimme.

Amazon hat eine ganze Menge an Alexa-Produkten im Programm. Wir werfen einen Blick auf Fire TV Stick und die Echo-Familie

 

Streamen, was das Zeug hält: der Fire TV Stick

Alexa kann uns Filme suchen. Dafür brauchen wir nur Amazons Fire TV Stick nebst entsprechender Sprachfernbedienung. Den Stick stecken wir in den HDMI-Eingang unseres Fernsehers und verbinden ihn mit dem hauseigenen WLAN. Sobald die Verbindung steht, können wir – ein Amazon-Konto vorausgesetzt – auf Instant Video zugreifen und streamen, was das Herz begehrt. Bevorzugen wir dagegen Netflix, weil wir etwa deren Bezahlmodell eher schätzen, ist auch das kein Problem: Auf dem Stick können wir Apps installieren und so auch Netflix via Fire TV nutzen. Auch die Bedienung ist kinderleicht: Die mitgelieferte Fernbedienung ermöglicht einerseits eine herkömmliche Steuerung via Tasten, andererseits können wir mit Sprachbefehlen Alexa bemühen.

Mit Alexa zum Smart Home

Streamen, was das Zeug hält! © Aessandro Mattiacci/Fotolia

Mit seinen knapp 40 Euro ist Amazons TV Stick verhältnismäßig günstig, allerdings müssen wir mit einigen kleineren Einschränkungen vorlieb nehmen. So kann die aktuelle Version des TV Sticks etwa keine 4K-Videos abspielen und wartet mit einem verhältnismäßig hohen Standby-Verbrauch auf. Ende August allerdings bringt Amazon eine neue Version auf den Markt, die 4K Ultra HD-fähig sein wird – das äußert sich allerdings im Preis, aktuell wird das Gerät für 79,99 Euro angekündigt. Alle Kritik fällt hier allerdings unter die sprichwörtliche Kategorie „meckern auf hohem Niveau“ – eigentlich macht der Fire TV Stick nämlich genau das, was er soll. Und das macht er ziemlich gut. Eine Sache allerdings ist wirklich ärgerlich: Bedingt durch Rechtstreitigkeiten mit Google, ist die Installation der YouTube-App auf dem Amazon Stick derzeit nicht möglich, die entsprechende Funktion wurde zum 1. Januar 2018 deaktiviert. Benutzern bleibt also nur übrig, via Browser auf die YouTube-Website zu navigieren – und das ist weit umständlicher als die Benutzung der App. Es bleibt abzuwarten, inwieweit hier Klärung erfolgt.

 

Musik hören und den Alltag managen: die Echo-Familie

Während der Fire TV Stick fast ausschließlich der Wiedergabe von Videos dient, kann Alexa beim Amazon Echo so richtig zeigen, was in ihr steckt. Zur Produktfamilie gehören inzwischen der Echo, der Echo Dot, der Echo Show sowie der Echo Spot – eine große Familie, die eines gemeinsam hat: Alexa. Erst einmal ist jedes Gerät der Echo-Reihe ein Lautsprecher, der allerdings je nach Modell mit verschiedenen Funktionen daherkommt; so bringen Show und Spot etwa zusätzlich einen Touch-Bildschirm mit.

Die Bedienung aller Geräte unterscheidet sich nicht großartig und funktioniert weitgehend via Sprachsteuerung. Sagen wir also das Schlüsselwort „Alexa“, fühlt sich die gleichnamige Dame angesprochen und wird auf unsere Anweisungen reagieren. Wir könnten also etwa sagen: „Alexa, spiel Musik ab!“

Neben dem Hören von Musik ermöglichen uns die Echo-Geräte eine ganze Palette an Optionen: Wir können mit Ihnen telefonieren, Nachrichten schicken und uns einen Wecker stellen. All das funktioniert per Sprachbefehl. Die Mitglieder der Echo-Familie lassen sich allerdings auch mit einigen Alltagsgegenständen kombinieren. So können wir etwa Alexa befehlen, das Licht zu dämmen oder die Raumtemperatur zu regeln. Voraussetzung ist, dass die entsprechenden Lampen beziehungsweise Thermostate erstens eine Smart Home-Funktion besitzen, und dass sie zweitens mit Amazon-Geräten kompatibel sind.

Mit Alexa zum Smart Home

Der Echo im Einsatz.

 

Mit Alexa zum Smart Home

Mittlerweile bieten eine ganze Menge Hersteller Alltagsgegenstände an, die wir mit unseren Smartphones (oder eben über den Echo mit Alexa) ansteuern können. Das ermöglicht es uns beispielsweise, die Temperatur einzustellen oder das Licht zu dämmen.

Amazon-Geräte sind nun mit entsprechender Technik verschiedener Anbieter kompatibel. Eine diesbezügliche Übersicht bietet Amazon übrigens hier. Ob man nun bereit ist, den teils sehr hohen Preis zu zahlen und das eigene Heim zum Smart Home zu machen, bleibt jedem selbst überlassen. Letzten Endes ist der Weg zum Lichtschalter meist nicht sonderlich weit. Oder andersherum: Wenn wir bereits das entsprechende Smart Home-Equipment besitzen, stellt sich die Frage, ob wir dann zusätzlich einen Echo brauchen, um es zu nutzen: Schließlich funktioniert die Steuerung auch per App auf unserem Smartphone. Andererseits: Man ist ja durchaus gern ein wenig bequem – und ganz ehrlich: Es hat durchaus etwas für sich, einfach mit Worten das Licht ein- und auszuschalten.

 

Musik hören mit Alexa

Die Musikwiedergabe mit den Echo-Geräten funktioniert einwandfrei: Alexa reagiert nahezu perfekt auf entsprechende Befehle. Die Wiedergabequalität lässt ebenfalls wenig Wünsche offen. Auch hier ist die Leistung allerdings in Relation zum Preis zu betrachten. Selbstverständlich erzeugt ein Hochklasselautsprecher weitaus besseren Sound als die Echo-Geräte – aber Hochklasse heißt eben zumeist auch hochpreisig. In seinem Segment liefert der Echo jedenfalls beste Qualität ab. Kleine Unterschiede lassen sich allerdings innerhalb der Produkt-Familie feststellen: Der kleine Echo Dot liefert gerade im Bereich der Bässe weniger Power ab als seine große Verwandtschaft. Ein großer Vorteil liegt dann ohnehin weniger in der Soundqualität, sondern vielmehr in der Bequemlichkeit. Anstatt also wie gewohnt die verschiedensten Geräten – ob nun per Bluetooth oder Kabel – mit dem Lautsprecher verbinden zu müssen, sagen wir Alexa einfach, was sie tun soll.

Wer gerne streamt, Musik hört, nach mehr Bequemlichkeit im Alltag sucht oder sich schlicht für technische Spielereien begeistern kann, ist mit Amazons Fire TV Stick und der Echo-Familie also bestens bedient.