Zockertrends der Gamescon 2018: Spielen auf dem Smartphone

Gamescon 2018: Spielen auf dem Smartphone

Vom 21. bis zum 25.08. fand in Köln die diesjährige Gamescon statt. Auf der weltweit größten Messe für Computer- und Videospiele präsentierten gut eintausend Aussteller dem staunenden Publikum die Weltneuheiten der Unterhaltungselektronik.

Neuheiten der Spielewelt: die Gamescon

Einer der Gründe, aus denen für viele ein Besuch der Messe lohnt, ist die alljährliche Möglichkeit, als einer der ersten überhaupt die Gaming-Highlights des kommenden Spielejahres auszuprobieren. An den entsprechenden Ständen bilden sich traditionsgemäß ellenlange Schlangen: Wer die heißbegehrten Blockbuster antesten will, muss geduldig sein – drei, vier oder gar mehr Stunden Wartezeit sind keine Seltenheit. Zeit genug also, sich die Stunden auf mitgebrachten, tragbaren Spielekonsolen zu vertreiben. In diesem Jahr waren neben den üblichen Verdächtigen aus dem Hause Nintendo auffallend viele Smartphones dabei. Offenbar spielt man derzeit viel und gern auf dem Handy. Ob das Auswirkungen auf die Gaming-Industrie hat?

 

Spielen auf dem Smartphone

Der Umsatz für Spiele-Apps wuchs im ersten Halbjahr 2018 um 40% gegenüber dem Vorjahr an – damit sorgt der mobile Gamingmarkt mittlerweile für jede Menge klingelnde Kassen und etabliert sich neben den „Highend“-Produkten für PC, Playstation und Xbox als finanzielles Zugpferd der Spieleindustrie.

Der Reiz für die Spieler liegt klar auf der Hand. Ein Beispiel: Momentan kostet eine Playstation 4 in ihrer kleinsten Ausführung etwa 300 Euro. Oft ist bereits ein erstes Spiel enthalten, wer aber mehr möchte, muss auch hier tief in die Tasche greifen: Ein brandaktuelles Highlight schlägt mit ungefähr 50 Euro zu Buche. Ein Smartphone dagegen hat so ziemlich jeder. Und das passende Spiel dazu gibt es oft für drei oder vier Euro – manche Games kosten auch gar nichts, wenn man sich mit ein wenig Werbung anfreunden kann.

 

Mit In-App-Käufen zu Millionen

Wie verdienen die Spielhersteller nun aber Geld, wenn ein Spiel gar nichts oder nur ein paar Euro kostet? Zum einen ist es natürlich mit weniger Aufwand – und damit entsprechend weniger Kosten – verbunden, ein Handyspiel zu entwickeln als ein Hochglanzprodukt für den Computer oder die Spielekonsole. Zum anderen gilt der Grundsatz: Die Masse macht’s! Und auch wenn ein Handyspiel erst einmal nichts kostet, lässt sich für den Entwickler damit Geld verdienen. So bekommen Werbetreibende ihre Slots natürlich nicht umsonst, und daneben sorgen In-App-Käufe für erkleckliche Gewinne.

Unter einem In-App-Kauf versteht man die Möglichkeit, innerhalb einer bereits erworbenen App weitere Käufe zu tätigen, um das Nutzungserlebnis zu verbessern. Wichtig: Ein solcher Kauf ist stets fakultativ, niemand wird gezwungen, weiteres Geld auszugeben! Typische In-App-Käufe wären etwa das Ausblenden der Werbung für den Betrag x oder das Aufhübschen der eigenen Spielfigur für die Summe y.

Spiele-Apps für das Smartphone haben sich also als ernstzunehmender Markt für Entwickler etabliert. Ob nun zurück zu Tetris oder noch mehr Fortnite – wir dürfen gespannt sein, was die Zukunft in diesem Segment für uns bereithält!