Nicht mehr lange organisieren: Dank Chor Apps mehr Zeit zum Singen

Mit Chor Apps organisieren.

Ein Beitrag von Alina Gehrke

Im Chor wird gern und viel gesungen – aber eben nicht nur. Es gibt nämlich auch einiges zu planen: Auftritte, Termine und vieles mehr. All dies zu koordinieren, ist oftmals gar nicht so einfach, sondern mitunter sogar sehr mühsam und zeitaufwendig. Deshalb ist es vielfach hilfreich, zum Smartphone oder Tablet zu greifen. Auf diesen Geräten lassen sich nämlich sämtliche Chor Apps und Online-Angebote aufrufen, die das Singen und Organisieren im Chor vereinfachen.

 

Die Terminfindung

Dadurch, dass in einem Chor meist sehr viele Sänger zusammenkommen, ist es nicht immer einfach, einen passenden Termin für eine Sonderprobe oder einen Auftritt zu finden. Hierbei hilft beispielsweise Doodle. Der Online-Dienst ermöglicht es, Terminabstimmungen schnell und übersichtlich zu gestalten. Chormitglieder können unabhängig vom Endgerät abstimmen, welcher Termin ihnen am besten passt. Um an solch einer Abstimmung teilzunehmen, ist noch nicht einmal ein Benutzerkonto oder das Herunterladen der App notwendig. Lediglich die Person, welche die Termine vorschlägt, loggt sich ein, um an die abstimmenden Personen einen Aufruf (über E-Mail, WhatsApp o.ä.) verschicken zu können.

 

Notenlesen leicht gemacht  

Nicht jeder, der im Chor singt, kann Noten lesen. Wer also seine Notenkenntnisse erweitern möchte, findet im Store hilfreiche Chor Apps.

Bei Notenprofi beispielsweise werden Notennamen und ihre Linienposition spielerisch und anschaulich erklärt. Schritt für Schritt lernt man die insgesamt sieben Noten. Hierbei lässt sich sogar ganz individuell ein Musikinstrument auswählen.

Eine etwas andere Alternative wäre Capo touch; diese App spielt Musik aus der eigenen Musiksammlung ab. Währenddessen werden die einzelnen Akkorde angezeigt. Außerdem lassen sich die Geschwindigkeit, Tonlage und vieles mehr ändern und anpassen. Nachteilhaft ist jedoch, dass die kostenlose Version nur eine 60-sekündige Wiedergabe anbietet. Die Capo touch Pro Version kostet jährlich 9,99€.

Chor Apps - Capo touch

Quelle: Screenshot Capo touch

 

Singen: immer & überall

Auch während der Probe kann es hilfreich sein, das Smartphone oder Tablet bei sich zu haben, um die gesungenen Lieder aufnehmen zu können. Greift man zu seinem Phone, muss man nicht extra eine App runterladen, da bei Android Smartphones Diktiergerät und bei iPhones Sprachmemos vorinstalliert ist. Verwendet man das Tablet/iPad, wäre es möglich, eine App wie z.B. Diktiergerät, Aufnahme (Kassettenrekorder) von Happy Tab oder Diktiergerät, Aufnahmeprogramm (Sprachmemo) von Lin Fei zu installieren. Sowohl auf den vorinstallierten Anwendungen, als auch bei den hinzugefügten Apps, können die Aufnahmen nach dem Abspeichern jederzeit abgehört werden. Somit lassen sich Text und Stimmlage permanent verinnerlichen und üben.

 

Sharing is caring

Um die aufgenommen Dateien untereinander zu teilen, gibt es mehrere Möglichkeiten: Heutzutage verfügt so gut wie jede Gemeinschaft über eine gemeinsame Gruppe bei WhatsApp oder zumindest über einen E-Mail-Verteiler. Hierüber lassen sich sämtliche Dateien für alle bereitstellen, sodass jeder Zugriff hat.

Dokumente wie Noten, Texte und Infos können auch ganz einfach in einer Cloud wie Dropbox abgespeichert werden. Dateien und Ordner in einer Dropbox sind nicht öffentlich sichtbar. Es liegen gemeinsam genutzte Zugangsdaten vor, sodass nur ein vertrauter Personenkreis Zugriff auf die Daten hat. Nutzer können zur Teilnahme eingeladen werden. Eine Registrierung ist hierbei erforderlich. Eine weitere Möglichkeit wäre, WeTransfer zu verwenden. Mit WeTransfer ist es möglich, größere Dateien (bis 2GB) kostenlos zu versenden. Hierfür wird lediglich die Mailadresse des Absenders und Empfängers angegeben. Eine Registrierung ist nicht notwendig.

 

Die Karaokebar für zuhause

Mit sämtlichen Karaoke-Anwendungen lässt sich die Stimme außerhalb der Proben trainieren. Hierfür gibt es Apps wie z.B. Sing Karaoke – Unlimited Songs und Youtube-Kanäle wie Sing King Karaoke. Generell sind YouTube und das Internet für Sänger eine ideale Quelle, da nicht nur Karaoke, sondern auch Chorversionen oder deutsche Übersetzungen angeboten werden.

Chor Apps bei YouTube

Quelle: Screenshot YouTube

 

Wie heißt der Song?

Häufig kommt es vor, dass man ein interessantes Lied hört und gerne wissen möchte, wie es heißt und wer der dazugehörige Interpret ist, um es beispielsweise in das Repertoire aufzunehmen. Diese Informationen kann auch das Smartphone oder Tablet geben. Die App Shazam erkennt innerhalb von wenigen Sekunden das Lied und zeigt im Handumdrehen den Titel und Interpreten an. Dank der App entdeckt man ganz schnell neue Künstler und Lieder. Des Weiteren werden verschiedene Charts angezeigt und die App lässt sich mit Spotify verbinden. Alternativ kann man Siri oder Alexa fragen.

 

Ein guter Auftritt ist das A und O

In einem Chor sind neben der Stimme auch die rhythmischen Bewegungen und das Taktgefühl entscheidend. Es hat immer eine tolle Wirkung, wenn sich alle einheitlich bewegen und im selben Takt sind. Auch hier greift YouTube unter die Arme, da es dort beispielsweise Videos mit rhythmischen Übungen gibt.

Außerdem ist es hilfreich, vor wichtigen Auftritten während den (General-)Proben mit dem Tablet oder Phone Videoaufnahmen anzufertigen, um zu sehen, wie die Performance wirkt.

 

Mit Chor Apps: digital statt analog

Dank der vielen hilfreichen Chor Apps steht das Singen im Fokus. Und die Chor-Organisation „drumherum“ ist nur eine Nebensache, welche schnell und mobil zu erledigen ist – insbesondere, wenn Aufgaben wie Termin- und Auftrittsplanung oder Webseitenpflege auf mehreren Schultern verteilt sind.

Übrigens: Wer auf der Suche nach einem Chor in der Region Hannover ist, sollte mal einen Blick auf die Website von TonArt – gospel & more werfen.