Ein Smartphone zum Falten: Das Samsung Galaxy Fold

Das Galaxy Fold - Ein Smartphone zum Falten

Eigentlich ist es nicht sonderlich spannend, wenn auf irgendeiner Messe ein beliebiges neues Smartphone vorgestellt wird: mehr Speicher, eine bessere Auflösung, eventuell ein schnellerer Prozessor. Die vermeintliche Innovation gehorcht dabei zwei Grundregeln: Das neue Modell ist besser als das alte und Apple macht irgendetwas etwas anders als alle anderen.

 

„One more thing …“

Am Mittwoch, dem 19. Februar, allerdings war es an Konkurrent Samsung, mal etwas anders zu machen als alle anderen. Auf dem firmeneigenen Unpacked Event präsentierte das koreanische Unternehmen stolz das Galaxy Fold, das faltbare Smartphone.

„One more thing“, diese floskelhafte Bemerkung, die Apple-Mastermind Steve Jobs immer anbrachte, wenn er ganz am Schluss eines Vortrags noch eine große Neuerung anzukündigen hatte, nahm Samsung vielleicht zum Anlass, gleich zu Beginn der Veranstaltung mit dem Novum herauszurücken – und damit gelang tatsächlich eine wahre Überraschung. Zwar hatte man bereits des Öfteren aus Insider-Kreisen vom Konzept eines Smartphones zum Falten gehört, an dem Samsung angeblich arbeitete. Im Herbst letzten Jahres bestätigte das Unternehmen dann die Gerüchte. Dass die Koreaner aber nun aus heiterem Himmel mit dem Galaxy Fold herausrückten, damit hatte wohl kaum jemand gerechnet.

 

Galaxy Fold: Das Comeback des Klapphandys?

Böse Stimmen könnten nun fragen: „Gab es Klapphandys nicht schon Anfang der 2000er Jahre? Und hat es nicht vielleicht einen Grund, dass es sie nicht mehr gibt?“ Stimmt schon, die meisten kennen vermutlich die kleinen, kompakten Geräte, die man aufklappen musste, um Bildschirm und Tastatur sichtbar zu machen. Das Galaxy Fold allerdings – Überraschung – macht da doch einiges etwas anders.

Zunächst einmal bringt das Galaxy Fold zwei Bildschirme mit, die im zusammengefalteten Zustand aufeinanderliegen. Klappen wir das Gerät auseinander, wird aus dem kleinen Smartphone ein großes Tablet – das klingt doch praktisch. Ob sich das Verfahren bewährt, muss allerdings die Praxis zeigen. Die Displays werden biegsam sein und kommen ungefähr 50 Prozent flacher daher als reguläre Smartphone-Bildschirme.

 

Mit sechs Kameras zum ultimativen Fotoerlebnis

Zusätzlich zu den zwei Displays hat Samsung angekündigt, dass das Galaxy Fold mit sechs Kameras ausgestattet sein wird. Manch einer mag das etwas übertrieben finden, der Hersteller allerdings möchte so wohl noch mehr Flexibilität bieten. Allein drei Kameras werden auf der Rückseite positioniert, zwei in der Mitte und eine auf der Vorderseite. Mal ehrlich: Braucht man das? Warten wir es ab …

 

Noch mehr Features für einen stolzen Preis

Das mit einem 512 GB großen Speicher ausgestatte Smartphone bringt nicht nur einen, sondern gleich zwei Akkus mit, um für ausreichende Leistung zu sorgen. All die neuen Features will Samsung sich allerdings gut bezahlen lassen: Satte 2000 Euro soll das Galaxy Fold kosten. Ob sich das faltbare Smartphone zu diesem Preis durchsetzen wird, ist fraglich. Eventuell entwickelt es sich auch nur zum netten Gimmick für YouTuber und erfolgreiche Lifestyle-Blogger. Klarheit bekommen wir vielleicht schon bald: Am 03. Mai kommt das neue Gerät auf den Markt.

 

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