Wie gefährlich ist das neue Netz? Strahlenbelastung durch 5G

Strahlenbelastung durch 5G?

Deutschland werkelt derzeit fleißig an der fünften Generation seines Mobilfunknetzes. 5G soll das Land in die digitale Zukunft führen, schneller, stabiler und ganz allgemein besser sein als alles bisher Dagewesene. Ab 2020 soll die neue Generation verfügbar sein. Mittlerweile werden allerdings kritische Stimmen laut, die fragen: Was macht eigentlich die Strahlenbelastung durch 5G mit uns?

 

5G – Was ist das eigentlich?

5G steht für besagte fünfte Generation des Mobilfunks. Das neue System macht technisch gesehen einiges anders als seine Vorgänger LTE und UMTS. So soll 5G nicht mehr so standortabhängig sein: Die Anzahl der Mobilfunkmasten richtet sich nicht mehr allein nach der Bevölkerungsdichte einer Region, sondern trägt dem Bedarf vor Ort Rechnung. Ob also an einem Standort eine besonders schnelle oder lieber eine besonders leistungsfähige Verbindung bereitgestellt wird, entscheidet der Anwender. Das lässt hoffen!

5G soll deutlich leistungsfähiger als LTE und UMTS sein – das erfordert demnach eine wesentlich schnellere Übertragung von Daten. Und dafür müssen entsprechend stärkere Sendemasten her. Unter anderem Inge Paulini, die Präsidentin des Bundesamts für Strahlenschutz, fragt sich nun allerdings, welche gesundheitlichen Folgen besagte bessere Masten haben können. Jeder Sendemast gibt Strahlung ab – je leistungsfähiger das System, desto mehr Strahlung wird freigesetzt. Ist das gesundheitsschädlich für Menschen, die in der unmittelbaren Nähe wohnen?

 

Strahlenbelastung durch 5G

Experten sind sich seit Jahren nicht einig, was Mobilfunkstrahlung mit der menschlichen Gesundheit anstellen kann. Fest steht nur eines: gesund ist sie nicht. So wird etwa intensiv der Zusammenhang von Strahlenbelastung und Krebserkrankungen diskutiert – ein solcher ist wahrscheinlich. Forscher von der Freien Universität Berlin betonten etwa bereits 2004, dass Handystrahlen nicht allein das Krebsrisiko förderten, sondern ebenso viele weitere, teils schwere Krankheiten.

 

Test in Berlin

Derzeit installiert die Telekom etwa 70 leistungsstarke Sendemasten in den Berliner Bezirken Schöneberg und Mitte, um die neue 5G-Technologie zu erproben. Der Test wird teils scharf kritisiert: So forderten 180 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in einem offenen Brief dazu auf, das Experiment zu stoppen – und zwar solange, bis die gesundheitlichen Folgen der Strahlenbelastung durch 5G geklärt sind.

Auch die Anwohner der betroffenen Bezirke beschweren sich massiv. So seien die Betroffenen im Vorhinein etwa nicht ausreichend über Abläufe und mögliche Folgen informiert worden. Weniger kritisch steht das Bundesamt für Strahlenschutz der Erprobung gegenüber: Die Behörde möchte den Verlauf der Testphase zwar genau beobachten, sieht einen Abbruch derzeit aber als nicht notwendig an.

Was genau die Strahlenbelastung durch 5G mit der menschlichen Gesundheit anstellt, ist also nicht klar. An dieser Stelle sind wir auf die Ergebnisse von Studien angewiesen – und die gibt es derzeit noch nicht.

 

Auch interessant:

Das Supernetz: Was uns 5G-Mobilfunk bringt

 

 

 

 

Huawei legt nach: Das Mate X – noch ein faltbares Smartphone