Reisezeit 9: Der beste Campground in Wanaka und auf dem Roys Peak

Auf dem Roys Peak

Unsere Media Store-Autorin Ronja Kassebaum reist mit einer Freundin für ein halbes Jahr kreuz und quer durch Neuseeland. Im Gepäck: Tablet und Smartphone. In unserer Artikelreihe „Reisezeit“ berichtet sie von ihren Erfahrungen. Ob in der Stadt, im Gebirge oder am Meer – Ronja hat Reisetipps, App-Empfehlungen und die wichtigsten Dos und Don’ts für uns.

 

Auf nach Wanaka!

Über die App CamperMate haben wir erfahren, dass es auf einem Campground bei Wanaka kostenlose Warmwasser-Duschen gibt. Nach so einem kalten Ausflug wie der Jetboat-Tour kam uns das ganz gelegen! Zudem gibt es dort noch gutes Wifi und eine „Dumping Station“. Bei dieser Station kann man seinen Frischwassertank auffüllen und den Abwassertank entleeren. In unserem Auto haben wir jeweils einen 25 Liter-Tank in unserer integrierten Küche. Der Platz in Wanaka ist ein Traum für jeden Backpacker, der in einem Van lebt, da alles kostenlos ist.

 

Mal wieder das Licht-Problem

Was allerdings nicht ganz so viel Spaß macht, ist das Licht nach dem Fahren anzulassen. Wie bereits am Anfang der Reise, hat sich unsere Batterie dadurch entladen und wir hatten keine Jumpstarter-Kabel. Also fragten wir die Reisenden neben uns, die auch zwei Deutsche waren, ob sie zufälligerweise Kabel hätten und uns helfen könnten. Sie fuhren einen Mietwagen und besaßen zum Glück welche. Das Auto brauchte ungefähr fünf Minuten, um wieder anzuspringen. Irgendwie schaffen wir es ständig, nicht daran zu denken, das Licht auszuschalten, da es normalerweise automatisch ausgeht. Mittlerweile klebt ein Zettel mit der Aufschrift Licht im Auto und wir stellen immer einen Timer, um sicherzugehen, dass wir es nicht wieder vergessen.

 

Auf dem Roys Peak

Am nächsten Morgen standen wir relativ früh auf, um auf den Roys Peak zu wandern. Wir hatten Glück mit dem Wetter, denn es schien die Sonne. Insgesamt geht der Track über 16 km und erstreckt sich über eine Bergkette. Besonders die steilen Anstiege waren super anstrengend! Nach circa 1/3 der Strecke konnten wir Fallschirmspringer beobachten. Sie sprangen von dieser Höhe den Berg wieder hinunter und landeten beim Parkplatz. Es sah unglaublich toll aus, wie sie losrannten, sich der Fallschirm ausbreitete und sie sich schließlich in der Luft befanden.

Für uns ging es weiter den Berg hoch. Der Schnee der vorherigen Wochen machte sich auf dem oberen Drittel bemerkbar und viele Wanderer drehten um, da sie mit den Sneakern im Schnee ausrutschten. Es war sehr matschig und man musste echt genau darauf achten, wo man lang geht. Dazu kam noch, dass die Sonne stark schien und der Schnee anfing zu schmelzen. Nach ungefähr zwei Stunden kamen wir trotz allen Widrigkeiten oben an. In vielen Reisemagazinen wird momentan davon berichtet, wie überfüllt dieser Ort ist, und dass ein regelrechter Selfie-Wahn herrscht. Auch wir bekamen genau das mit. Es bildete sich eine Schlange vor den besten Fotospots und man wartete ungefähr eine halbe Stunde, um ein Bild machen zu können! Das war schon ein wenig nervig, aber auf der anderen Seite ist man wahrscheinlich nur einmal dort oben. Also stellten wir uns auch an und machten das bekannte Foto.

Das Panorama vom Roys Peak.

Das Panorama vom Roys Peak. CC-PD-self

 

Nach einer kurzen Pause ging es auch schon wieder bergab, da wir wussten, dass der Schnee schmilzt und obendrein Regen angesagt war. Der Weg nach unten macht nie so viel Spaß, wie der nach oben, deswegen zog sich die Strecke sehr – insbesondere, weil das ständige Bergab die Oberschenkel dann doch recht stark belastet.

 

Mein Fazit

Seitdem wir nicht mehr arbeiten, haben wir schon unglaublich viel gesehen und sind sehr viele Kilometer gefahren. Es ist sehr ungewohnt, wieder im Auto zu schlafen und keine richtige Küche mehr zu haben. Man lernt hier eine Spülmaschine sehr wertschätzen, da wir nur ein Waschbecken in unser „Küche“ in unseren Van haben. In den nächsten Wochen lernen wir also das wahre Leben im Auto mit all seinen Vor- und Nachteilen kennen. Unsere nächsten Reiseziele sind der Mount Cook und die Ostküste ab dem Ort Timaru.

 

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